Vom Kulturhauptstadtjahr zum großen Theaterfest: 18 Tage lang ist Chemnitz Schauplatz des Festivals «Theater der Welt». Zur Eröffnung erlebten die Besucher im Opernhaus einen kraftvollen Musiktheaterabend, bei dem Musik, Erzählung, Videoeinspielungen und Performance eindrucksvoll miteinander verschmolzen.
«Split Tooth: Saputjiji» der kanadischen Sängerin und Autorin Tanya Tagaq feierte in Chemnitz Deutschlandpremiere. Es verbindet Motive aus Tagaqs Roman «Eisfuchs» mit Kompositionen aus ihrem aktuellen Album, bei dem Kehlkopfgesang der Inuit eine zentrale Rolle spielt. Ein Schwerpunkt des Festivals liegt auf indigenen Stimmen und Perspektiven.
«Theater der Welt» gilt als eines der wichtigsten internationalen Theaterfestivals in Deutschland. Es findet alle drei Jahre statt. Zuletzt waren Frankfurt am Main und Offenbach 2023 die Gastgeber gewesen.
Mehr als 30 internationale Theaterproduktionen werden bis 5. Juli in der Stadt präsentiert: von der Pop-Oper «Nkoli: A Fierce & Fabulous Life» über den Anti-Apartheid-Aktivisten Simon Nkoli über die tschechische Produktion «Amadoka», die eine Romantrilogie zu einem Jahrhundert ukrainischer Geschichte aufgreift. Auch Figurentheater, Performances und eine Produktion, bei der Zuschauer mittels VR-Brille in eine künstliche Welt eintauchen, sind zu erleben.