Die Orthopädie-Branche beobachtet eine steigende Nachfrage nach Hilfsmitteln wie Prothesen, Orthesen oder Rollstühlen. «Das liegt an der älter werdenden Gesellschaft, an chronischen Erkrankungen, an dem Wunsch nach Mobilität und Teilhabe bis ins hohe Alter, aber auch an Unfallfolgen aus Alltag, Beruf und Freizeit», sagte eine Sprecherin des Bundesinnungsverbands für Orthopädie-Technik der Deutschen Presse-Agentur.
In Deutschland benötige statistisch gesehen pro Jahr ein Viertel der gesetzlich Versicherten Hilfsmittel wie Prothesen, Orthesen, Bandagen, Kompressionsstrümpfe, Einlagen oder Rollstühle. Dafür hätten die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2024 knapp zehn Milliarden Euro ausgegeben.
Dieser Bereich sei kein Kostentreiber der gesetzlichen Krankenversicherung, sagte die Sprecherin des Verbandspräsidiums. «Die Ausgabenentwicklung liegt seit Jahren unterdurchschnittlich.» Die Branche warnt vor Kürzungen bei Vergütungen im Zuge der geplanten Gesundheitsreform von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU).