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Mehr Aufträge für ostdeutsche Baufirmen im ersten Halbjahr

Mehr Aufträge für ostdeutsche Baufirmen im ersten Halbjahr
Die ostdeutsche Bauindustrie hat im ersten Halbjahr mehr Aufträge entgegengenommen als 2025. (Archivbild) / Foto: Robert Michael/dpa
Von: DieSachsen News
Öffentliche Bauprojekte sorgen für Aufschwung bei den Aufträgen, während der Wohnungsbau beim Umsatz schwächelt. Ein Überblick zur Lage im Osten.

Die Nachfrage in der ostdeutsche Bauindustrie ist im ersten Halbjahr 2026 gestiegen. Von Januar bis Juni verbuchten die Bauunternehmen ein Auftragsvolumen von insgesamt 12 Milliarden Euro, wie der Bauindustrieverband Ost in Potsdam mitteilte. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 entspricht das demnach einem Plus von rund 11 Prozent sowie einem realen Zuwachs von 6,0 Prozent.

Gleichzeitig sanken die Umsätze leicht. Insgesamt erwirtschaftete die Branche 10,2 Milliarden Euro. Das waren nominal zwar 3,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, preisbereinigt ergab sich aber Minus von 1,3 Prozent.

Mehr öffentliche Aufträge durch Sondervermögen

«Am Ende des ersten Halbjahres 2026 verzeichneten die Bauunternehmen insgesamt eine stabilere Nachfrageentwicklung als im Vorjahr, was vor allem auf erste Umsetzungsmaßnahmen aus den Mitteln des Sondervermögens zurückzuführen war», sagte Hauptgeschäftsführer Robert Momberg.

Besonders stark war die Dynamik dementsprechend beim öffentlichen Bau. Dort kletterte das Auftragsvolumen nominal um 22 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Starke Zugewinne verbuchte auch der Wohnungsbau mit einem Plus von 19,5 Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro anstiegen. Eine breite Erholung werde jedoch vom momentan zurückhaltenden Wirtschaftsbau (+1 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro) gebremst, sagte Momberg.

Umsatz beim Wohnungsbau gesunken

Beim Umsatz verzeichnete der Wirtschaftsbau hingegen mit einem nominalen Umsatzplus von 6,5 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro den stärksten Zuwachs. Am schwächsten entwickelte sich das Ergebnis im Wohnungsbau, der mit 1,7 Milliarden Euro nominal um 2,7 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres lag.

Unterschiede zwischen den Bundesländern

Regional verlief die Entwicklung unterschiedlich. In Berlin stiegen die Auftragseingänge deutlich, während die Umsätze spürbar zurückgingen. Brandenburg meldete sinkende Auftragseingänge, aber stark steigende Umsätze. In Sachsen stagnierten der Auftragseingang, während der Umsatz unter dem des ersten Halbjahres 2025 lag. Sachsen-Anhalt verzeichnete ein Auftragsplus bei gleichzeitig rückläufigem Umsätzen.

Der Bauindustrieverband Ost vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von 260 Unternehmen mit rund 20.000 Beschäftigten in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

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