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Wohnen für Studenten teurer – Chemnitz günstiger Ausreißer

Wohnen für Studenten teurer – Chemnitz günstiger Ausreißer
Wohnen wird für Studenten immer teurer. (Symbolbild) / Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Від: Sachsen News
Chemnitz ist für Studentinnen und Studenten ein Geheimtipp: Ein WG-Zimmer kostet hier im Schnitt nur 222 Euro. In vielen anderen ostdeutschen Hochschulstädten ist Wohnen laut einer Studie zu teuer.

Wohnen wird für Studenten immer teurer – in Ostdeutschland ist die Lage aber entspannter als im Westen. Das geht aus dem MLP Studentenwohnreport hervor, der in Kooperation mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erstellt wurde. Die Bafög-Wohnkostenpauschale von 380 Euro reiche von allen untersuchten deutschen Universitätsstädten nur in Chemnitz aus, um die Wohnkosten zu decken. Hier kostet ein WG-Zimmer im Schnitt 222 Euro und eine Studentenwohnung im Schnitt 277 Euro.

Ostdeutsche Bundesländer größtenteils unter Bundesdurchschnitt

Die zweitgünstigste Universitätsstadt ist laut dem Wohnreport Magdeburg. Hier liegt zwar ein WG-Zimmer mit 336 Euro noch im Rahmen der Bafög-Wohnkostenpauschale, eine Einzimmerwohnung mit 393 Euro aber leicht darüber. 

Im Bundesdurchschnitt kostet ein WG-Zimmer 513 Euro und eine Studentenwohnung 567 Euro. Alle Universitätsstädte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die in dem Report untersuchten wurden, liegen unter diesem Durchschnitt. In Leipzig zahlt man 444 Euro für ein Zimmer und 454 Euro für eine Wohnung. In Jena und Dresden müssen Studenten dagegen im Schnitt schon über 500 Euro für ihre Wohnungen und über 460 Euro für ihre Zimmer bezahlen.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Wohnkosten bundesweit um 2,6 Prozent gestiegen. Für den Osten ist dabei kein einheitlicher Trend zu erkennen: Während die Mieten in Leipzig im Vergleich zum Vorjahr sogar um rund zwei Prozent sanken, ist Wohnen in Magdeburg laut dem Report um fast sechs Prozent teurer geworden seit dem vergangenen Jahr.

Studenten von Wohnkosten überlastet

Im MLP Studentenwohnreport hieß es: «Studierende mit eigener Haushaltsführung gaben 2025 laut Statistischem Bundesamt durchschnittlich rund 54 Prozent ihres verfügbaren Haushaltseinkommens für Wohnen aus, mehr als doppelt so viel wie die Gesamtbevölkerung.»

In der Spitzenreiterstadt München etwa zahlen Studierende im Durchschnitt 882 Euro für eine Wohnung und 849 Euro für ein WG-Zimmer. In Hamburg zahlen Studenten für ein WG-Zimmer im Schnitt über 730 Euro.

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