Wirtschaftsverbände aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fordern angesichts steigender Energiepreise eine grundlegende Neuausrichtung der deutschen Energiepolitik. Neben kurzfristigen Maßnahmen seien vor allem strukturelle Entlastungen notwendig, teilten die Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände Sachsen-Anhalt (AWSA), die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft (VSW) und der Verband der Wirtschaft Thüringens (VWT) mit.
Preisspirale bei Energie
Unternehmen und Verbraucher litten unter einer «immer weiter nach oben bewegenden Preisspirale bei Kraft- und Brennstoffen». Diese sei nicht nur auf internationale Faktoren zurückzuführen, sondern auch Folge nationaler Entscheidungen, die Energie verteuerten.
Die Verbände sprechen sich dafür aus, die nationale CO2-Abgabe für Verkehr, Gebäude und kleinere Betriebe auszusetzen. «Der Staat muss strukturelle Lösungen schaffen», hieß es. Auch der CO2-Aufschlag bei der Lkw-Maut solle bis zur Einführung des zweiten europäischen Emissionshandelssystems (ETS 2) gestoppt werden.