Für Sandra Hüller ist «Heimat» kein selbstverständliches Wort. Eher eines, das aus der Distanz betrachtet wird – mit Vorsicht, auch mit Skepsis. «Ich habe dazu nicht wirklich einen Bezug. Ich benutze den Begriff auch eigentlich nicht», sagte die Schauspielerin in Cannes der Deutschen Presse-Agentur. Die 48-Jährige spielt in «Vaterland» die weibliche Hauptrolle als Tochter des Schriftstellers Thomas Mann.
Sie bewege sich an verschiedenen Orten der Welt selbstverständlich, kenne sich aus, fühle sich dort zurecht, wie sie erklärte: «Ich weiß nicht, ob das dann automatisch Heimat ist.» Vielleicht sei Heimat eher ein Ort, «den man nicht erklären muss.»