Wenn die Noten des Kindes plötzlich von einem Schuljahr aufs andere in einem oder mehreren Fächern absacken, ist Handlungsbedarf angesagt, um den Anschluss nicht zu verlieren. Viele Eltern schicken ihre Kinder daher in die Nachhilfe, oft auch schon, bevor die Noten im Keller sind. Spezielle Fördereinrichtungen wie die Schülerhilfe sind dabei in vielen Städten Deutschlands vertreten. Diese Institute haben ihre eigenen Nachhilfelehrer, und bieten meistens die Wahl zwischen Einzel- und Gruppenunterricht im entsprechenden Fach an.
Mittlerweile bieten aber auch immer mehr Privatpersonen ihre Nachhilfedienste über das Internet an, was oft sogar günstiger ist als der Unterricht bei einem Förderinstitut.
Online- oder Offline-Nachhilfe?
Die Frage, ob man lieber Online-Unterricht nehmen möchte, oder sich direkt mit der Lehrkraft in einem Raum treffen möchte, lässt sich nicht pauschal beantworten. Auch wenn Kinder in der Schule schon Programmieren lernen und wissen wie man mit einem PC umgeht, ist Online-Unterricht nicht immer ideal. In Fächern, in denen viel auf dem Papier anhand von Skizzen erklärt wird, ist Vor-Ort-Unterricht praktischer, da der Austausch von Materialien unkomplizierter ist als online. Sprachunterricht lässt sich dagegen sehr einfach in virtueller Form durchführen.
Worauf sollte man bei der Auswahl einer Nachhilfelehrkraft achten?
Da Nachhilfe schwer gefragt ist, gibt es auch zahlreiche Lehrkräfte, die über Vermittlungsportale ihre Dienste anbieten. Bevor man sich für jemanden entscheidet, sollte man in einem Vorab-Gespräch klären, wie der zukünftige Nachhilfeunterricht ablaufen wird.
Vor jeder Unterrichtsstunde sollte auch ein Lernziel vereinbart werden, damit man den Erfolg messen kann. Für Eltern jüngerer Kinder empfiehlt es sich, die Lernziele immer vorab mit der Nachhilfelehrkraft abzusprechen.
Am Ende der Stunde kann dann mit Hilfe eines kleinen Tests bewertet werden, ob der vermittelte Stoff verstanden wurde, oder in der nächsten Stunde noch weiterer Lernbedarf besteht.
Eine gute Lehrkraft sollte sich außerdem auf den aktuellen Wissensstand des Schülers/der Schülerin einstellen können. Die größte fachliche Kompetenz bringt nämlich gar nichts, wenn diese nicht entsprechend des Lernniveaus der Schüler vermittelt werden kann. Bei Unverständnis auf Schülerseite entsteht so oft Frustration und Demotivation, wodurch sich kaum bessere Noten im Problemfach erzielen lassen werden.
Neben den fachlichen Fähigkeiten sollte die Lehrkraft daher schnell die Schwachstellen der Schüler erkennen und gezielt daran arbeiten, diese auszubessern. Dann gelingt ein guter Nachhilfeunterricht – online sowie offline.