Im Tarifstreit im regionalen Linienverkehr in Sachsen hat die Gewerkschaft Verdi dem Arbeitgeberverband Nahverkehr (AVN) mit einem unbefristeten Streik gedroht, falls er sein letztes Angebot nicht anpasst. «Sollten die Arbeitgeber bei ihrer Haltung bleiben und sollten sie diesem Standpunkt beharren und sagen, es kommen keine neuen Zahlen auf den Tisch, dann beginnt am Freitag ein unbefristeter Streik in den regionalen ÖPNV-Betrieben», sagte Verdi-Verhandlungsführer Paul Schmidt am Dienstag. Der AVN habe bis Donnerstagmittag um 12.00 Uhr Zeit, der Gewerkschaft ein verbessertes Angebot vorzulegen.
Die Gewerkschaft betonte jedoch, dass sich ein unbefristeter Streik noch verhindern ließe. «Wir sind jederzeit gesprächsbereit, wenn die Arbeitgeber uns innerhalb der nächsten 48 Stunden ein entsprechendes Angebot vorlegen.»
Betroffen wären unter anderem Nahverkehrsbetriebe in den Landkreisen Vogtlandkreis, Zwickau, Erzgebirgskreis, Mittelsachsen, Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Bautzen und Görlitz sowie Nahverkehrsbetriebe in Chemnitz und Dresden. Zudem seien in Unternehmen, die das Tarifwerk anwenden, aber nicht im AVN organisiert sind, befristete Streiks möglich. Hierzu gehören etwa die DB Regio Ost, der Omnibusverkehr Oberlausitz Niesky sowie die Straßenbahn-Bus GmbH Plauen.