Wegen des Fachkräftemangels sind Betriebe in Sachsen immer stärker auf Beschäftigte aus dem Ausland angewiesen. Ihr Anteil hat sich seit 2013 mehr als vervierfacht von 1,8 auf 7,4 Prozent, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit auf dpa-Anfrage mitteilte. Demnach waren zuletzt fast 123.200 Menschen mit ausländischem Pass hierzulande sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Die Experten sehen allerdings noch deutlich Luft nach oben: Bundesweit liegt der Anteil etwa doppelt so hoch.
Bis 2030 fehlen etwa 176.000 Menschen im erwerbsfähigen Alter, weil mehr Beschäftigte in den Ruhestand gehen als Junge ins Arbeitsleben starten. «Wir brauchen eine Zuwanderung von Arbeits- und Fachkräften, denn die sächsischen Unternehmen suchen händeringend Personal», sagte Klaus-Peter Hansen, Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Dabei konkurriert Sachsen mit anderen Regionen Deutschlands und Europas um kluge Köpfe und gut ausgebildete Fachkräfte. «Und diese Menschen entscheiden sich nicht nur für einen Arbeitsort, sondern zuallererst für einen guten Ort zum Leben für sich und ihre Familien. Deshalb brauchen wir eine echte Willkommenskultur.»