Bei einer bundesweiten Kontrollaktion gegen Schwarzarbeit hat der Zoll in Sachsen bei knapp jedem siebten Paketzusteller Unregelmäßigkeiten festgestellt. Bei 65 der insgesamt rund 480 in Sachsen kontrollierten Beschäftigten ergab sich der Verdacht auf Verstöße, wie aus Mitteilungen der Hauptzollämter Dresden und Erfurt hervorgeht. In diesen Fällen stehen nun weitere Prüfungen an.
Anmeldung bei Rentenversicherung fehlte häufig
Am häufigsten ging es um Sofortmeldeverstöße, also Versäumnisse bei der pflichtgemäßen Anmeldung von Angestellten bei der Rentenversicherung (30 Fälle). Auch bei der Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohnes (13 Fälle) und aufenthaltsrechtlichen Vorschriften (14 Fälle) wurden Unregelmäßigkeiten festgestellt.
Laut Dresdner Hauptzollamt stellen die Kontrolleure zudem immer wieder fest, dass Überstunden, Zeiten für die Beladung der Fahrzeuge oder Fahrten zwischen den Paketzentren und dem ersten Zustellort nicht entlohnt werden. Eine weitere Beobachtung: Subunternehmen werden mit dem Ziel eingesetzt, Sozialversicherungsbeiträge vorzuenthalten oder zu veruntreuen und Steuern zu hinterziehen.