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IG-Metall-Vorstand: Weitere 24-Stunden-Warnstreiks im Osten

Das Logo der IG Metall. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild
Das Logo der IG Metall. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild

In der Metall- und Elektroindustrie von Berlin, Brandenburg und Sachsen sind weitere 24-Stunden-Warnstreiks der IG Metall möglich. Der Gewerkschaftsvorstand in Frankfurt genehmigte am späten Donnerstagabend die Arbeitskampfmaßnahmen, bei denen den Teilnehmern Streikgeld zusteht.

Ziel ist 30 Jahre nach der politischen Einheit die Angleichung der Ost-Arbeitsbedingungen an die westlichen Standards mit der 35-Stunden-Woche. Laut Gewerkschaft arbeiten die Beschäftigten in den Ost-Bundesländern für das gleiche Gehalt wöchentlich drei Stunden mehr. Berechnet auf den Stundensatz liege der Gehaltsunterschied bei 8,5 Prozent, den die IG Metall in einem «tariflichen Angleichungsgeld» nachfordert.

In bislang ergebnislosen Verhandlungen hatten die Arbeitgeber darauf bestanden, den in Nordrhein-Westfalen erreichten Pilotabschluss für die Metall- und Elektroindustrie ohne weitere Angleichung zu übernehmen. Dies ist inzwischen in allen anderen Tarifgebieten geschehen, so dass der IG-Metall-Vorstand die Abschlüsse einschließlich des VW-Haustarifvertrags annahm und damit wirksam werden ließ. Der Beschluss zu den Ost-Warnstreiks gilt bis zur nächsten Vorstandssitzung am 4. Mai, wie die Gewerkschaft am Freitag mitteilte.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH