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Dynamo-Stürmer Inanoglu: „Das ist kein Sprint, das ist ein Marathon“

Dynamo Dresden Spieler Kaan Inanoglu
Kann Inanoglu bleibt im Interview mit Tag24 gelassen. Foto: Paul Scholze
Kaan Inanoglu wartet bei Dynamo Dresden derzeit auf weitere Einsatzchancen. Der 21-Jährige begegnet der Situation mit Geduld, Lernbereitschaft und viel Freude an der täglichen Arbeit – und sieht schwierige Phasen als Teil des Weges.

Vier Tage Abstand vom Fußball

Dynamo Dresden befindet sich in einer langen Länderspielpause. Für die Mannschaft bedeutete das zunächst eine kurze Unterbrechung des Alltags: Trainer Thomas Stamm gab seinen Spielern vier Tage frei, damit sie Abstand vom Fußball und der aktuellen Situation gewinnen konnten.

Für Inanoglu führte die Auszeit nach Paris. Dort studiert seine Schwester. Gemeinsam mit ihr verbrachte der in den USA geborene Türke einige Tage in der französischen Hauptstadt

„Gutes Essen, das Wetter genießen - und natürlich unsere Läufe“, beschreibt der Stürmer die Tage. Die Pause sei für ihn wichtig gewesen, um mental und körperlich wieder Kraft zu sammeln. „Das ist mental nicht immer so einfach, auch physisch. Deswegen ist es sehr, sehr wichtig, dass man sich Zeit nimmt, den Kopf freizulassen. Jetzt bin ich wieder hier, frisch und bin sehr gespannt auf die nächsten Wochen.“

Inanoglu wartet auf seine nächsten Chancen

Der 21-Jährige war mit der Perspektive nach Dresden gekommen, sich weiterzuentwickeln und zu lernen. In der laufenden Saison kam er bislang in vier Spielen zum Einsatz, davon zweimal in der Startelf. Zuletzt blieb ihm allerdings in zwei Partien ein Einsatz verwehrt.

Inanoglu lässt sich davon nach eigener Aussage nicht aus der Ruhe bringen. „Ich muss mich einfach auf die Dinge fokussieren, die ich beeinflussen kann und geduldig sein, weil das alles mit der Zeit kommt“, sagt er.

Dabei verweist der Stürmer auch auf seine tägliche Arbeit mit der Mannschaft. Ihm sei wichtig, weiter zu lernen und eine gute Verbindung zu seinen Mitspielern aufzubauen. Fußballer seien schließlich nicht nur Sportler, sondern auch Menschen.

Dass ihm Geduld nicht immer leichtfällt, räumt Inanoglu allerdings selbst ein. „Manchmal bin ich nicht so geduldig. Aber ich bin ein junger Spieler, deswegen muss ich einfach Schritt für Schritt gucken. Ich gehe meinen Weg. Ich habe Vertrauen, dass alles am Ende klappen wird, wie es klappen soll.“

Freude an der täglichen Arbeit

Trotz der bislang begrenzten Spielzeit beschreibt Inanoglu seine Situation nicht als schwierige Phase. Seine Einstellung zum Beruf helfe ihm dabei.

„Am Ende des Tages sind wir Profifußballer, ich liebe Fußball und mache das gern. Ich komme jeden Tag früh hierher, bleibe bis spät. Das macht mir Spaß, deswegen ist es für mich keine schwierige Zeit. Ich bin einfach sehr, sehr dankbar, dass ich hier sein und mit den Jungs auf dem Platz spielen kann“, erklärt der Angreifer.

Auch die zurückliegenden Ergebnisse will er nicht zum Maßstab für seine weitere Entwicklung machen. Dynamo hatte aus sechs Spielen vier Punkte geholt und stand auf Tabellenplatz 17. Inanoglu richtet den Blick stattdessen nach vorne.

„Das ist kein Sprint, das ist ein Marathon“, sagt er und beschreibt damit seine Sicht auf die eigene Entwicklung ebenso wie auf die Situation der SGD. Vergangenes müsse aus dem Kopf, entscheidend sei, Schritt für Schritt weiterzumachen.

16 Tore in 17 Regionalliga-Spielen

Dass Inanoglu weiß, wie man Tore erzielt, hatte er zuvor in der Regionalliga gezeigt. Im Jahr 2025 erzielte der Stürmer 16 Treffer und bereitete fünf weitere Tore in 17 Spielen vor.

Bei Dynamo soll nun der nächste Entwicklungsschritt folgen. Die aktuelle Länderspielpause nutzt er dafür, den Kopf freizubekommen und anschließend mit neuer Energie zurückzukehren.

Seine grundsätzliche Haltung fasst der 21-Jährige mit einem Satz zusammen: „Ich sehe das nicht so, als wäre es eine schwere Phase. Das gehört dazu, dass manches nur eine Frage von Zeit ist.“