Brandenburg und Sachsen sehen in der neuen Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem in Cottbus eine große Chance für beide Länder. «Nichts brauchen wir im Land Brandenburg dringender als junge Medizinerinnen und Mediziner», sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in Cottbus vor einem Treffen mit Akteurinnen und Akteuren der Gesundheitsversorgung.
«Und dass die dann hier ausgebildet werden, hilft uns natürlich auch gerade in dieser für unser Land ganz entscheidenden Frage voranzukommen, die Ärzteversorgung gerade auch in der Fläche des Landes in Zukunft gut abzusichern.» Ohne gegenzusteuern, würde sich die Versorgungslage insbesondere in ländlichen Regionen verschärfen, die die Lausitz prägten.
In Brandenburg sind laut Staatskanzlei aktuell 37 Prozent aller Hausärztinnen und -ärzte über 60 Jahre alt. Diese Zahl verdeutliche, wie groß der Bedarf sei, sagte Woidke. Für das Studium an der neuen Universität ist eine Landarztquote von zehn Prozent geplant für diejenigen, die später im Land bleiben.