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Lausitz setzt Zeichen für das Einstein-Teleskop

Lausitz setzt Zeichen für das Einstein-Teleskop
Die 57 Städte und Gemeinden des Landkreises Bautzen unterstützen das Projekt Einstein-Teleskop. (Archivbild) / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Signal für die Bewerbung der Lausitz um den Standort des Einstein-Teleskops: Die 57 Städte und Gemeinden des Landkreises Bautzen unterstützen das Forschungsprojekt. Die Entscheidung fällt 2027.

Signal aus der Lausitz für das europäische Forschungsvorhaben Einstein-Teleskop: Die 57 Städte und Gemeinden des Landkreises Bautzen unterstützen das Projekt, wie die TU Dresden mitteilt. Der Landkreis stehe geschlossen hinter der Bewerbung, hieß es. Die gesammelten Unterstützungsschreiben seien an das Projektteam «Einstein Telescope Lausitz» der TU übergeben worden. Der Landkreis Bautzen wäre der zentrale Standort für das Forschungsprojekt, falls die Lausitz den Zuschlag erhalten sollte. 

Sachsen und Sardinien hatten im Juli ihre gemeinsame Bewerbung um das europäische Forschungsvorhaben Einstein-Teleskop vereinbart. Landrat Udo Witschas betonte die Bedeutung des Projekts für die Region: «Die Lausitz hat im Strukturwandel bereits viel erreicht», so der CDU-Politiker. Nun müsse die Entwicklung gesichert werden. Das Einstein-Teleskop wäre dafür ein entscheidender Impuls, sagte Witschas.

Entscheidung wird 2027 erwartet

Das Einstein-Teleskop gilt als entscheidender Schritt bei der Erforschung des Universums: Mit seiner Hilfe können Gravitationswellen aus dem All gemessen und ausgewertet werden. Forscher sollen so etwa die Kollision von schwarzen Löchern erkennen und Erkenntnisse über den Beginn des Universums erhalten können.

Das Teleskop stünde für Forschung auf Weltniveau, erklärte Christian Stegmann, wissenschaftlicher Co-Leiter des Projekts. «Wenn dieses Observatorium in der Lausitz gebaut wird, würde die Region zu einem internationalen Zentrum der Gravitationswellenforschung werden.»

Die Standortentscheidung um das Einstein-Teleskop wird 2027 erwartet. Neben Sachsen und Sardinien bewirbt sich auch die deutsch-niederländisch-belgische Grenzregion Euregio Maas-Rhein.

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