Jeweils bis zu 2,5 Millionen Euro bekommen drei sächsische Spitzenforscher von einem Förderprogramm der EU für Wissenschaftspioniere. In der jüngsten Auswahlrunde der «Advanced Grants», einem Forschungspreis des Europäischen Forschungsrats (ERC), haben sich zwei Wissenschaftler aus Dresden und eine Forscherin aus Leipzig mit ihren Projekten durchgesetzt, wie das Wissenschaftsministerium mitteilte.
Gemkow: «Enorme Leistung»
Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) beglückwünschte die Preisträger. «Es ist eine enorme Leistung, eine der anspruchsvollsten Forschungsförderungen der EU einzuwerben.» Die Auszeichnung sei auch ein bedeutender Gewinn für den Forschungsstandort Sachsen.
Fördergelder erhalten demnach folgende Projekte:
- Stephan Grill vom Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden erforscht die Steuerung von DNA-Sequenzen des Strukturbildungsprozesses von Zellkernen. Diese Steuerung hat weitreichende Auswirkungen auf die Entwicklung und Krankheitsentstehung.
- Beate Escher vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig untersucht, wie sich Gemische aus Chemikalien, die sich im Laufe des Lebens im menschlichen Körper ansammeln, auf Zivilisationskrankheiten wie Krebs oder Immunerkrankungen auswirken.
- Anton Wallner vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf analysiert anhand von Proben vom Mond, vom Tiefseeboden und aus Eisbohrkernen den Einfluss von Millionen Jahre alten Explosionen im Weltall auf das Erdklima.