Mit 2,5 Millionen Euro fördert Sachsen eine Forschungsstudie zur Long-Covid-Erkrankung an der Leipziger Universität. Der Vergleich von Patientinnen und Patienten mit nicht betroffenen Probandinnen und Probanden lasse genauere Einsichten zu Erkrankungsrisiken und Prognose erwarten, teilte das Wissenschaftsministerium in Dresden am Dienstag mit. Die Erforschung von Long Covid «steht am Anfang», sagte Studienleiter Markus Löffler, Direktor des Instituts für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE) der Universität Leipzig, der sich seit 2021 mit dem Thema beschäftigt. «Die Krankheit betrifft vor allem Personen im berufsfähigen Alter oft unabhängig von der Schwere des Krankheitsverlaufs.»
Bis Ende 2025 sollen die neurologischen und psychischen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion erforscht und bei Erkrankten aus allen Infektionswellen seit 2021 erfasst werden. Dabei werden Gesundheitsdaten von Menschen, die eine Infektion durchgemacht haben, mit denen von Nichtinfizierten verglichen. Untersucht werden kognitive und psychische Langzeitfolgen, um künftig besser therapieren und Komplikationen im besten Fall vorbeugen zu können.