Ein Theaterprojekt in Suhl widmet sich in den kommenden Monaten der Geschichte der traditionsreichen Marke Simson und ihrer Bedeutung für ostdeutsche Lebensläufe. Unter dem Titel «Freiheit: Simson» sollen Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Künstlern Erinnerungen, Brüche und gegenwärtige Deutungen rund um das bekannte Moped auf die Bühne bringen, wie das Theater- und Filmkollektiv «Künstlerische Intelligenz» mitteilte.
Partizipatives Projekt mit geplanter Uraufführung
«Die Simson ist kein Denkmal, sondern Teil gelebter Erfahrung», sagte Regisseur und Initiator Janek Liebetruth. Ihn interessiere vor allem, was dieses Erbe heute bedeute und wie man darüber gemeinsam ins Gespräch kommen könne.
Die Inszenierung entsteht auf Grundlage historischer Recherchen, Interviews und Workshops. Beteiligen können sich unter anderem ehemalige Beschäftigte des Suhler Werks, Schrauber, Jugendliche, Zeitzeugen der Wendezeit sowie Weggezogene und Rückkehrer. Die Uraufführung ist für Herbst 2026 auf dem früheren Werksgelände geplant.