Das endgültige Aus der Produktion von Solarmodulen in Freiberg ist nach Ansicht von Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig ein schlechtes Signal für Europa. «Wir wollen die Energiewende erfolgreich gestalten», sagte der SPD-Politiker am Mittwoch am Rande eines Unternehmensbesuches in der Stadt. Deshalb brauche man auch Solarproduktion in Europa. Er hoffe, dass es weiter gelinge, neue wettbewerbsfähige Strukturen für eine Solarindustrie in Europa zu schaffen, um nicht abhängig von China zu sein.
Das Schweizer Unternehmen Meyer Burger hatte am Dienstag bekanntgegeben, dass die rund 500 Mitarbeiter in Freiberg ihre Kündigung erhalten hätten. Mehr als 400 Menschen verlieren damit ihren Arbeitsplatz. Den anderen seien Verträge in anderen Bereichen angeboten worden. Vorausgegangen war die Absage von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) an den sogenannten Resilienzbonus, mit dem die unter Druck stehenden Hersteller in Europa geschützt werden sollten. Meyer Burger hatte die Zukunft der Produktion in Freiberg von dieser Unterstützung abhängig gemacht.