Die Regierungsfraktionen in Berlin wollen beim Bau von Infrastrukturprojekten mehr Tempo machen. Neben 138 Autobahnprojekten, die vor allem im Westen Deutschlands umgesetzt werden, sollen aber auch Bahnstrecken ausgebaut werden, die in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen liegen. In dem Gesetzentwurf führt die Bundesregierung Projekte mit einem vordringlichen Bedarf aus. Der Bau liege im «überragenden öffentlichen Interesse».
Darunter fallen die bereits eingeplanten Vorhaben auf den Strecken Berlin-Dresden, Nürnberg-Erfurt, Leipzig-Dresden und der Ausbau der Knoten Dresden, Erfurt, Halle/Leipzig und Magdeburg. Neue Vorhaben wie der Ausbau der Strecke Magdeburg-Halle oder Halle/Leipzig-Erfurt werden ebenfalls als vordringlicher Bedarf eingestuft. Neu hinzugekommen sind laut der Gesetzesänderung die Ausbaustrecke von Hildesheim über Dessau nach Halle, die Elektrifizierung um den Chemnitzer Hauptbahnhof sowie die Strecke von Hockeroda in Thüringen nach Bayern. Diese Strecken könnten ebenfalls in den vordringlichen Bedarf hochgestuft werden, heißt es in der Gesetzesvorlage.