Der Chiphersteller Globalfoundries in Dresden hat vorgesorgt. Die üblichen Außenzugänge für Mitarbeiter wurden gesperrt und ein Kontrollbereich eingerichtet. Jeder, der zu Schichtbeginn am Mittwoch an seinen Arbeitsplatz wollte, musste nach Unternehmensangaben nachweisen, dass er geimpft, genesen oder negativ getestet ist. So ist es bundesweit vorgeschrieben. Mehr als 3200 Mitarbeiter hat das Unternehmen am Standort - sie wurden laut einer Sprecherin vorab darauf hingewiesen, dass es zu längeren Wartezeiten kommen könne. Damit niemand abgewiesen werden muss, hat sich das Unternehmen mit Tests eingedeckt, die vor Ort gemacht werden können.
Wirtschaftskammern in Sachsen rechneten mit einem holprigen Start der 3G-Pflicht am Arbeitsplatz und mahnten die Kontrollbehörden zu Nachsicht. Die Unternehmen hätten nur wenig Zeit gehabt, dies vorzubereiten, und die Unsicherheit sei bei vielen Firmen groß, sagte Ulf Spanke, Justiziar der Industrie- und Handelskammer Chemnitz. Vor allem für kleine und mittelständische Betriebe sehe er Probleme. Wegen der großen Nachfrage nach Tests würden Lieferschwierigkeiten gemeldet. Darauf wies auch der Präsident des Handwerkstages Sachsen, Jörg Dittrich, hin: «Es gibt eine Knappheit an Tests.»