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Kretschmer warnt vor Verunsicherung der Verbraucher

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer kommt zu der Sitzung des CDU-Bundesvorstands. / Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer kommt zu der Sitzung des CDU-Bundesvorstands. / Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat in der Debatte über mögliche Engpässe bei Erdgas vor einer Verunsicherung der Verbraucher gewarnt. Es sei nicht die Aufgabe eines Bundeswirtschaftsministers, «den Deutschen zu sagen, dass sie nur bis 19 Grad heizen sollen. Seine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Energiepreise in einem erträglichen Maß bleiben», sagte der CDU-Politiker am Freitag am Rande eines Besuchs in Rom. Energie sei die Achillesferse einer jeden Volkswirtschaft. Wenn die Preise nicht mehr wettbewerbsfähig und sozial erträglich seien, werde das Land gespalten: «Dann werden die Folgen für die kommenden Jahrzehnte verheerend sein.»

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hatte die Menschen aufgerufen, Energie zu sparen. In den ARD-«Tagesthemen» verwies er am Donnerstag darauf, dass die Gasspeicher zu 56 Prozent gefüllt seien. «Wenn die Speichermengen nicht zunehmen, dann werden wir weitere Maßnahmen zur Einsparung, zur Not auch gesetzlich, vornehmen müssen», sagte der Grünen-Politiker. Auf die Frage, ob das auch die Herabsetzung der vorgeschriebenen Mindesttemperatur in Wohnungen sein könnte, antwortete Habeck: «Damit haben wir uns noch nicht intensiv auseinandergesetzt. Wir werden uns alle Gesetze, die dort einen Beitrag leisten, anschauen.»

Kretschmer kritisierte, jeden Tag komme ein neuer Vorschlag, der die Menschen verunsichere. Die Realität sei, dass die Leute sich bereits einschränkten.

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