Die vier im Erzgebirge geplanten Welterbe-Besucherzentren lassen noch auf sich warten. Frühestens 2024 werden nach jetzigem Stand die Einrichtungen in Freiberg, Marienberg und Schneeberg öffnen, wie Anfragen der Deutschen Presse-Agentur bei den Kommunen ergaben. Völlig offen ist der Zeitplan für das vierte Welterbezentrum in Annaberg-Buchholz. Es soll am Schmiedemuseum «Frohnauer Hammer» entstehen. Doch wegen anderer Investitionen der Stadt etwa in einen Bahn-Forschungscampus wurde die Umsetzung aufgeschoben. «Vorbereitende Maßnahmen sind in Planung», teilte die Stadt lediglich zum aktuellen Planungsstand mit.
Die vier Zentren sollen künftig zentrale Anlaufstellen für Besucher sein, ihnen Orientierung und erste Informationen zur Montanregion und ihren vielen einzelnen Stätten geben, erklärte der Geschäftsführer des Welterbe-Vereins, Steve Ittershagen. Er erhoffe sich von den Einrichtungen einen weiteren Schub mit Blick auf die Besucher. Sie sollen den Besuch der authentischen Orte nicht ersetzen, sondern auf sie neugierig machen. Dazu sind auch Ausstellungen geplant. Zudem soll es in den Zentren Anknüpfungspunkte zum tschechischen Teil der Welterberegion geben.