Züge aus der Ferne steuern, automatisiertes Rangieren oder Fahrgäste, die während ihrer Reise den Zug als rollendes Büro nutzen: Der Bahnverkehr erlebt eine Digitalisierungswelle. Labor für dieses Bahnfahren der Zukunft ist das Erzgebirge. Dort ist am Donnerstag ein digitales Hochgeschwindigkeits-Testfeld gestartet. Dazu wurde entlang einer 25 Kilometer langen Strecke zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg ein dreifaches 5G-Netz errichtet. Erprobt werden dort nicht nur der neue Bahnfunk FRMCS, sondern auch Anwendungen, bei denen er durch öffentliche Mobilfunknetze ergänzt wird.
«Die Digitalisierung des Verkehrssystems ist eine Mammutaufgabe, der wir uns mit innovativen Ideen widmen», sagte Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) zum Auftakt. Mit dem digitalen Testfeld würden wichtige Grundlagen für Innovationen in der Automatisierung und Digitalisierung auf der Schiene entwickelt. «5G ist künftig ein Muss.» Das gelte nicht nur für den Bahnbetrieb, sondern auch für die Fahrgäste. Sie erwarteten eine stabile und leistungsfähige Internetverbindung im Zug.