Nach den Abrissarbeiten an der zum Teil eingestürzten Carolabrücke am Dresdner Elbufer liegt der Fokus auf der Hochwasserabwehr - nicht nur in der Landeshauptstadt, sondern auch in Ostsachsen. «Wenn eine Katastrophe kommt, ist die andere nicht weit», sagte Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP).
Aufgrund der angespannten Hochwasserlage rief die Stadt Dresden am Abend die Hochwasserwarnstufe 2 aus. Der Pegelstand der Elbe habe am frühen Abend in Dresden bei 501 Zentimeter gelegen - ein weiterer deutlicher Anstieg sei zu erwarten, teilte die sächsische Landeshauptstadt mit. Früher am Sonntag war die Warnstufe 1 ausgerufen worden. Zum Vergleich: Der Normalstand der Elbe beträgt am Dresdner Pegel rund 2 Meter, beim Jahrhunderthochwasser 2002 waren es am Höhepunkt 9,40 Meter.
Für Montag wird erwartet, dass in Dresden auch die nächsthöhere Alarmstufe 3 ausgerufen wird - dafür müsste der Pegelstand die 600-Zentimeter-Grenze überschreiten. Insgesamt gibt es vier Warnstufen. Der Scheitelpunkt wird dem Landeshochwasserzentrum zufolge erst Mitte der Woche erwartet.