Nach tagelangem Anstieg hat das Hochwasser im sächsischen Abschnitt der Elbe seinen Höhepunkt erreicht. Der aus Tschechien kommende Scheitel passierte bereits die Sächsische Schweiz und die Landeshauptstadt. Aktuell bewege er sich zwischen Riesa und Torgau, sagte ein Sprecher des Landeshochwasserzentrums (LHWZ) am Nachmittag. Erwartet wird, dass der sehr langgestreckte Scheitel den Pegel Torgau in der Nacht hinter sich lässt und flussaufwärts aus dem Freistaat rollt.
In Schöna an der tschechischen Grenze und in Dresden geht der Wasserstand bereits Zentimeter für Zentimeter zurück. Die Weiße Flotte hofft, demnächst wieder abzulegen. Die Hydrologen rechnen damit, dass nach Mitternacht der Wasserstand am Pegel der Landeshauptstadt unter die Sechs-Meter-Marke sinkt - also unter den Wert für die zweithöchste Alarmstufe. Aktuell sind es 6,07 Meter, der Normalwert liegt bei 1,42 Meter.
«In Riesa geht es noch leicht nach oben», sagte der LHWZ-Sprecher. Dort sind es 6,66 Meter, bei gleichbleibender Tendenz. Das liegt auch daran, dass auf tschechischer Seite bereits zuvor zurückgehaltenes Wasser nun abgelassen wird. «Es ist noch viel drin im Fluss, was jetzt nachkommt.»