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Bald sind die Kröten unterwegs - doch sie brauchen Hilfe

Bald sind die Kröten unterwegs - doch sie brauchen Hilfe
Sachsen beherbergt 17 Amphibienarten, die sich bald wieder auf die Reise zu ihren Laichplätzen machen. (Archivbild) / Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Von: DieSachsen News
Schon Anfang Februar verlassen einige Kröten ihre Winterquartiere. Damit sie die gefährliche Wanderung überleben, setzen Helfer auf Schutzzäune – mancherorts werden weitere Freiwillige gesucht.

Bald kriechen sie los: Vor allem in den milderen Regionen Sachsens könnten die ersten Kröten bereits Anfang Februar ihre Winterquartiere verlassen und sich auf den Weg zu ihren Laichplätzen machen. Erdkröten etwa können «erfahrungsgemäß von Anfang Februar bis Ende April bei Wanderungen beobachtet werden», sagt der Vorsitzende des Naturschutzbunds (Nabu) Sachsen, Wolf-Rüdiger Große. Der Wandertrieb sei den Kröten angeboren. Damit die Amphibien sicher von A nach B gelangen und nicht auf Straßen unter die Räder geraten, treffen einige Vorkehrungen.

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Ehrenamtliche Helfer gesucht

In Chemnitz werden bereits ehrenamtliche Helfer gesucht, da viele Amphibienarten in Sachsen bedroht oder stark gefährdet sind. «Der Erhalt der Amphibienbestände in Chemnitz ist aktuell eine der wichtigsten Aufgaben im städtischen Naturschutz», teilte die Stadt mit. Die freiwilligen Helfer kontrollieren bei Temperaturen ab fünf Grad Celsius morgens oder abends die Fangeimer an Amphibienschutzzäunen. Gefangene Tiere werden bestimmt, gezählt, sicher über die Straße gebracht und wieder freigelassen.

Im Raum Dresden hingegen besteht momentan kein zusätzlicher Bedarf an Helfern. «In Dresden arbeiten in diesem Jahr 35 Personen an Amphibienzäunen in grob zehn Teams», teilte die Stadtverwaltung mit. Sollte sich an den Teams etwas ändern, kümmere sich das Umweltamt zeitnah um die notwendige Verstärkung. 

In Leipzig organisiert und koordiniert seit vielen Jahren der Nabu die Hilfe bei der Amphibienwanderung. Aktuell seien die Planungen noch am Laufen, hieß es. Wegen der jährlichen Fluktuation unter den Helfern werden jedoch regelmäßig Unterstützer an kritischen Stellen gesucht.

Kilometerlange Schutzzäune schützen Früh- und Spätwanderer

«An den vom Nabu Sachsen betreuten Amphibienschutzzäunen sind jährlich etwa 300 freiwillige Helfer tätig», erklärt Große. Vergangenes Jahr wurden fast 8.000 Meter Zaun betreut – etwa im Raum Leipzig, in Nordsachsen, im Erzgebirge, in Freiberg sowie in der Region Dresden.

«Es gibt einfach gesagt zwei Typen von Wanderungen», betont Große. Die erste Gruppe seien die Frühwanderer - sogenannte Frühlaicher. «Gleich nach dem Frost starten der Springfrosch, der Moor- und Grasfrosch, der Teichmolch und die Erd- und Knoblauchkröte.» Die Spätlaicher folgen dagegen erst mit dem Beginn des Frühlings. In Sachsen sind nach bisherigen Erkenntnissen etwa 17 Amphibienarten heimisch.

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