Normalerweise geht man ins Stresa im Dresdner Genießer-Stadtteil Striesen, um gut zu essen – oder, seit knapp einem Jahr, sogar sehr gut zu speisen: Tobias Heldt hat kulinarisch noch einmal kräftig an den Schrauben gedreht und bereitet mit seinem kleinen Team erstklassiges Fine Dining vor. Manchmal aber darf’s ein bisschen mehr sein – Events sind in der heutigen Gastro-Landschaft ja das Tüpfelchen auf dem i. Unter dem Motto „Genuss, Klang und Poesie“ gibt’s am 12. September einen kulturkulinarischen Trialog im Stresa, bei dem zwischen den Gängen der frankophil-asiatischen Küche von Tonias Heldt die Mezzosopranistin Sarah Hudarew mit Arien und „schön-saftigen Schlagern“ aus den 1920er-Jahren sowie die Autorin Kaddi Cutz mit ihren Texten und Gedichten dem Abend zusätzliche Akzente verpasst.
„Musik und Texte können den Charakter des Essens ergänzen!“, findet Sarah Hudarew, die sich von den Gängen und auch von den einzelnen Zutaten inspirieren lässt bei der Auswahl der Stücke. Ihr Repertoire ist groß, sie mag die Klassik wie die leichtere Muse – da kann man auf das Ergebnis gespannt sein. Der Zugang zum Essen ist bei der Autorin Kaddi Cutz naheliegender: sie futtert sich seit fünf Jahren für die Dresdner Neuesten Nachrichten durch die hiesigen Restaurants und veröffentlicht das unter der Rubrik „Kaddi kostet“. Und im Newsletter der Zeitung zum gleichen Thema schreibt sie kurze „Gedichte für Gerichte“ (Versagt bei Hitze der Verstand / Reg dich nicht auf und bleib entspannt / Der beste Rat bei 40 Grad: / Bewahr nen kühlen Koptsalat). Für den Abend will sie neue Texte (Prosa wie Gedichte) schreiben.