13 Jahre nach Selbstenttarnung der rechtsextremen Terrorzelle NSU wird diesen Montag ihrer Opfer gedacht. Am Gedenkort in Zwickau, wo für jedes der zehn Mordopfer ein Baum wächst, werden um 17.00 Uhr die Namen der Getöteten verlesen und Kerzen aufgestellt. Der Tag sei für die Opfer und Hinterbliebenen von großer Bedeutung, betonte Bundestagsvizepräsidentin Aydan Özoğuz, die zu der Gedenkfeier nach Zwickau kommt. Denn damit habe die Zeit jahrelanger falscher Verdächtigungen gegen sie geendet.
Appell gegen rechtsextremen Terror
«Wir dürfen nie wieder zulassen, dass sich eine mörderische Gruppe wie der NSU zusammenfinden und aus rassistischen Motiven Menschen töten kann», konstatierte Justizministerin Katja Meier (Bündnis 90/Grüne). «Aber nicht nur das. Wir als Politik und Gesellschaft sind vor allem auch dazu verpflichtet, hinzuschauen und zu verstehen, wie es sein konnte, dass die Täter hier in Sachsen mitten unter uns leben und Unterstützung finden konnten.» Aus diesen Fehlern gelte es zu lernen. Das Pilotvorhaben in Chemnitz und zahlreiche weitere Projekte zur Aufarbeitung seien dafür die richtigen Ausgangspunkte.
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