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Keine Weihnachtsvesper vor der Dresdner Frauenkirche

Eine Pferdekutsche mit Touristen fährt über den Neumarkt vor der Frauenkirche. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Eine Pferdekutsche mit Touristen fährt über den Neumarkt vor der Frauenkirche. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Stiftung und Fördergesellschaft der Dresdner Frauenkirche planen ihre traditionelle weihnachtliche Vesper am Tag vor Heiligabend nur als Fernseh-Übertragung aus dem berühmten Gotteshaus - ohne Publikum. «Es wird sie geben, aber anders als sonst», sagte die Geschäftsführerin der Stiftung, Maria Noth, am Dienstag. Der Kirchenraum werde genutzt, um auch im 28. Jahr musikalisch auf Weihnachten einzustimmen. «Es ist das erste Mal, dass sie nicht auf dem Neumarkt stattfindet», bedauerte Hans-Joachim Jäger von der Fördergesellschaft. Der Verzicht falle schwer, sei aber angesichts der Infektionslage geboten.

Die Tradition wurde 1993 noch während des Wiederaufbaus des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirchgebäudes begründet, vor dem damals gerade in den Trümmern freigelegten Altar. Seitdem versammelten sich dort alljährlich Zehntausende aus dem In- und Ausland am Vorabend von Heiligabend, um unter freiem Himmel gemeinsam Advents- und Weihnachtslieder zu singen. 2020 ist das nicht möglich und das Singen auch in den Kirchen nicht mehr erlaubt.

Nun sind Gottesdienste auch im Advent streng limitiert und Konzerte abgesagt. Für zwei Christvespern und die Christnacht in der Frauenkirche werden je 200 Einlasskarten vergeben. «Und es gibt eine digitale Christvesper», sagte Noth. In der Dresdner Kreuzkirche soll das Weihnachtsoratorium von Bach zumindest in Auszügen erklingen, in den Vespern des Kreuzchors an den Adventswochenenden. Am Heiligabend, wo die Kirche stets rappelvoll ist, sind vier Chistvespern mit reduziertem Programm des Kreuzchores geplant - mit je bis zu 100 Plätzen, sagte Superintendent und Pfarrer Christian Behr. Dafür können vorab Karten erworben werden.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH