Eine mögliche Koalition zwischen dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) und der CDU oder anderen Parteien auf Landesebene ist noch lange kein Selbstläufer. BSW-Parteigründerin Sahra Wagenknecht macht Koalitionen in Ostdeutschland auch von der Haltung der Partner zum Krieg in der Ukraine abhängig.
«Wir werden uns nur an einer Landesregierung beteiligen, die auch bundespolitisch klar Position für Diplomatie und gegen Kriegsvorbereitung bezieht», sagte die Vorsitzende des Bündnisses Sahra Wagenknecht der Deutschen Presse-Agentur. Denn es sei klar, «dass ein neues Wettrüsten Milliarden verschlingt, die dringend für Schulen, Krankenhäuser, Wohnungen und höhere Renten gebraucht werden».
Die sächsische CDU konterte prompt: «Wir klären unsere Dinge in Sachsen selbst und lassen uns nicht von Leuten aus Berlin oder anderswo reinquatschen. Mit Saarländern haben wir sowieso schlechte Erfahrungen», erklärte CDU-Generalsekretär Alexander Dierks. Er spielte damit auf den früheren DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker (1912-1994) an, der aus dem Saarland stammte. Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sei der erste Politiker gewesen, der sich zu Diplomatie und einem langfristigen Verhältnis zu Russland geäußert habe. «Er hat keinen Erklärungsbedarf. Andere allerdings schon!»