In der Corona-Krise ist Homeoffice für viele Unternehmen das Gebot der Stunde - auch Sachsens Regierungsbehörden setzen auf mobiles Arbeiten von zu Hause. Die Ministerien greifen in unterschiedlichem Maß darauf zurück. So haben etwa von den rund 360 Mitarbeitern im Finanzministerium seit Herbst vergangenen Jahres rund 46 Prozent im Homeoffice gearbeitet. Eigenen Angaben zufolge stieg der Anteil im Januar auf 50 bis 55 Prozent. Corona habe durchaus einen Push gebracht, erklärte eine Sprecherin. Vor der Pandemie habe es nur in Ausnahmefällen Telearbeitsplätze gegeben. Mittlerweile wurden alle Mitarbeiter mit Laptops ausgestattet, so dass mobiles Arbeiten möglich ist. Je nach Aufgabenbereich wird im Wechsel oder durchgängig von zu Hause aus gearbeitet.
Nach den Bund-Länder-Beratungen zu einem verlängerten Lockdown hatten Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig und Gesundheitsministerin Petra Köpping (beide SPD) an die Arbeitgeber appelliert, mehr mobiles Arbeiten zu ermöglichen. Im Haus des Wirtschaftsministers sind den Angaben zufolge 88 Prozent der 420 Mitarbeiter in der Lage, im Home Office zu arbeiten. Im Lauf des Jahres soll der Anteil durch technische Anschaffungen auf 92 Prozent erhöht werden. Überall dort, wo es möglich ist, soll die Präsenz auf ein Minimum reduziert werden.