In Sachsen sind bislang 36 Menschen im zeitlichen Zusammenhang mit einer Corona-Impfung gestorben. Ob die Impfung ursächlich oder maßgeblich ursächlich für den Tod war, lässt sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums aus den Daten aber nicht feststellen. Zudem nannte das Ministerium in seiner Antwort auf eine Parlamentsanfrage des AfD-Abgeordneten Rolf Weigand 428 Verdachtsfälle auf eine «über das übliche Maß hinausgehende Impfnebenwirkung», darunter 172 schwerwiegende Fälle. Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum von Januar bis Ende November 2021.
«Die verbreitete Impfskepsis in Sachsen wird häufig als irrational charakterisiert. Meine Kleine Anfrage zeigt jedoch, dass sie gerade bei jüngeren Menschen verständlich ist», sagte Weigand am Freitag in Dresden. Junge Leute hätten abzuwägen «zwischen einem fast immer milden Verlauf nach einer Corona-Ansteckung und der Gefahr von seltenen, aber schwerwiegenden Impfnebenwirkungen wie Herzmuskelentzündungen, Gesichtslähmungen und Blutgerinnseln».