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Corona-Demos treffen in mehreren Städten auf Gegenprotest

Demonstranten gegen die Anti-Corona-Proteste halten ein rot-weisses Absperrband um die «Demokratieglocke» in Leipzig. / Foto: Jan Woitas/dpa
Demonstranten gegen die Anti-Corona-Proteste halten ein rot-weisses Absperrband um die «Demokratieglocke» in Leipzig. / Foto: Jan Woitas/dpa

Bei erneuten Corona-Demos in Sachsen hat sich in mehreren Städten Gegenprotest formiert. In Leipzig versammelten sich nach Polizeiangaben rund 300 Menschen auf dem Augustusplatz, auf dem sich in den vergangenen Wochen stets die Gegner der Corona-Politik getroffen hatten. Dort sei auch eine kleine Gruppe an Maßnahmen-Gegnern vor Ort gewesen und es habe «kleine Emotionen» gegeben, sagte ein Sprecher. Grundsätzlich sei es aber friedlich geblieben.

In Dresden protestierten nach Polizeiangaben mehrere hundert Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. Auch hier sei es nicht zu größeren Ausschreitungen gekommen. Im Bereich der Leipziger Straße seien jedoch 150 Maßnahmen-Gegner auf rund 70 Gegendemonstranten getroffen. Hier habe die Polizei eine Auseinandersetzung verhindert, sagte ein Sprecher. Auch in Zwickau seien Teilnehmer einer unzulässigen Versammlung auf eine spontane Gegendemonstration gestoßen, teilte die Polizei mit. Zum Schutz der Gegendemonstranten sei eine Polizeikette gezogen worden.

Landesweit berichtete die Polizei an etlichen weiteren Orten von Protesten gegen die Corona-Maßnahmen. So hätten sich in Pirna, Görlitz, Chemnitz oder Freiberg größere Ansammlungen mit jeweils mehr als hundert Personen gebildet. Die Polizei habe an mehreren Orten Identitäten festgestellt.

In Freiberg hätten sich nach ersten Schätzungen etwa 700 Menschen versammelt, die immer wieder der Polizei ausgewichen seien, sagte ein Sprecher. Als die Beamten an einem Ort eine Sperre mit Fahrzeugen bildeten, habe es einen Durchbruch von etwa 100 Personen gegeben. Dabei sei ein Polizeifahrzeug beschädigt worden, der Verursacher sei in Gewahrsam gekommen. Es sei gesteigertes Gewaltpotential zu merken, sagte der Sprecher. Beamte seien nicht zu Schaden gekommen. In Lichtenstein, wo in der Vorwoche mehr als ein Dutzend Polizisten verletzt worden waren, kam es am Montag nach Polizeiangaben zu keiner größeren Ansammlung.

Laut sächsischer Corona-Notfallverordnung sind derzeit nur ortsfeste Versammlungen mit maximal zehn Teilnehmern erlaubt.

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