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Bundesgesellschaft: Suche nach Endlager erfolgt bundesweit

24.09.2019 von

Foto: Gelben Tonnen und dem Radioaktiv-Zeichen stehen in Gorleben bei einer Demonstration. Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild

Für den gesuchten Standort eines Endlagers für hoch radioaktiven Atommüll hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) noch keine Region in der engeren Auswahl. Das sagte BGE-Geschäftsführungsmitglied Steffen Kanitz der «Nordwest-Zeitung» (Dienstag). «Wir suchen eben nicht nur einen geeigneten Standort, sondern den bestmöglichen», sagte er. Wichtig sei vor allem auch für Niedersachsen, wo Ton und Salz vorherrschen, dass kein Gestein bevorzugt betrachtet werde. Die Bundesländer Bayern und Sachsen hatten auf den dort vorherrschenden Granit verwiesen und dessen Tauglichkeit infrage gestellt.

«Das halte ich für politische Störfeuer», sagte Kanitz zu der seit Monaten andauernden Diskussion. «Bei der Suche geht es nicht um politisch willkürliche Festlegungen, sondern um wissenschaftlich-technische», betonte er. «Die Suche macht nicht an Ländergrenzen halt. Und die Standortsuche orientiert sich auch nicht daran, was Politiker in Koalitionsverträge schreiben», sagte Kanitz.

Obwohl die Suche bundesweit laufen soll, hatte die bayerische Landesregierung aus CSU und Freien Wählern in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart: «Wir sind überzeugt, dass Bayern kein geeigneter Standort für ein Atomendlager ist.» Anfang Juli hatte auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) die Haltung Bayerns und Sachsens bei der Endlagersuche kritisiert. Die Suche nach dem Standort soll 2031 abgeschlossen sein, 2050 soll das Endlager in Betrieb gehen.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Gelben Tonnen und dem Radioaktiv-Zeichen stehen in Gorleben bei einer Demonstration. Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild

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