Der in Dresden angegriffene Wahlhelfer der Grünen ist nach Schilderung seiner Begleiterin mehrfach geschlagen und am Boden in den Bauch und die Rippen getreten worden. «Er hat Blessuren davongetragen, vor allem Prellungen», berichtete die Grünen-Aktivistin Anne-Katrin Haubold am Sonntag im «Spiegel». Sie war nach eigenen Angaben am Freitagabend kurz nach 22.00 Uhr im gutbürgerlichen Stadtteil Striesen mit ihm unterwegs gewesen, um Wahlplakate aufzuhängen. Die Polizei geht davon aus, dass die gleichen Täter auch für den Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke wenig später verantwortlich ist.
Die vier Männer seien ihnen schon zuvor aufgefallen, weil sie «unangenehm laut waren», sagte Haubold. Einer habe sich direkt vor ihrem Begleiter aufgebaut. «Zwischen den beiden Nasen waren nur fünf Zentimeter. Er fragte: Was habt ihr gemacht? Mein Parteifreund antwortete: Wir haben ein Plakat für die Grünen aufgehängt. Dann kam aus der Gruppe: «Scheiß Grüne!» Und der Angreifer verpasste meinem Kollegen einen Faustschlag ins Gesicht», erzählte sie. Der Täter habe dann noch einmal zugeschlagen und ein drittes Mal ausgeholt und den Grünen-Plakatierer zu Boden gebracht, wo dann zwei der Männer auf ihn eingetreten hätten. Sie habe ihren Mitstreiter hochziehen können und ihm zugerufen, wegzulaufen. Die Angreifer seien dann in die andere Richtung gerannt.