Die tschechische Regierung hat am Montag, 4. Mai, in Prag den Entwurf für eine neue elektronische Umsatzerfassung verabschiedet. Wie das Finanzministerium mitteilte, soll das Projekt „EET 2.0“ das bisherige System deutlich vereinfachen und gleichzeitig für mehr Fairness im Wettbewerb sorgen.
Nach Angaben der Regierung zielt die Reform darauf ab, gleiche Bedingungen für alle Unternehmen zu schaffen. Bislang hätten vor allem jene Betriebe Nachteile gehabt, die ihre steuerlichen Pflichten vollständig erfüllen, während andere durch Umgehungsvorschriften Wettbewerbsvorteile erzielen konnten. Mit dem neuen System soll diese Ungleichheit reduziert und die Effizienz der Steuerkontrollen verbessert werden.
Finanzministerin Alena Schillerová bezeichnete den Gesetzentwurf als Ergebnis intensiver Abstimmungen mit Vertretern der Wirtschaft. Das neue Modell orientiere sich stärker an digitalen Anforderungen und solle deutlich weniger bürokratischen Aufwand verursachen. Unterstützung kommt unter anderem von der tschechischen Handelskammer, die in der Reform einen wichtigen Schritt zur Eindämmung der Schattenwirtschaft sieht.