Der Prager Stadtrat hat am Montag eine Anpassung der Marktordnung beschlossen, die den Verkauf von Druckerzeugnissen in der städtischen Denkmalzone untersagt. Das teilte die Prager Stadtverwaltung mit. Die Maßnahme richtet sich gegen sogenannte Deštníkáři – auf Deutsch Schirmverkäufer –, die unter dem Vorwand legitimer Angebote gezielt Touristen ansprechen und in überteuerte Leistungen locken. Das Problem ist in Prag nicht neu, doch die Methoden der Anbieter werden laut Stadtverwaltung immer kreativer.
Stadtrat Adam Zábranský, zuständig für Eigentum, Transparenz und Legislative, schilderte die Entwicklung: „Zunächst tarnten sie ihre Aktivitäten als öffentliche Spendensammlungen. Nachdem wir diese Praxis im vergangenen Jahr in der Denkmalzone untersagt hatten, begannen sie, überteuerte Stadtrundfahrten über ein Touristenmagazin mit beigefügtem Ticket für 750 Kronen zu verkaufen." Mit jedem Verbot hätten die Anbieter eine neue Masche entwickelt – weshalb die Stadt nun grundsätzlicher vorgeht und den Verkauf von Druckerzeugnissen in der Denkmalzone generell untersagt.