Die Regierung in Tschechien reagiert auf die anhaltend hohen Kraftstoffpreise mit einem umfassenden Maßnahmenpaket. Wie Premierminister Andrej Babiš nach einer Kabinettssitzung am Donnerstag in Prag erklärte, sollen sowohl Preisobergrenzen als auch steuerliche Entlastungen eingeführt werden.
Kern der Maßnahmen ist eine Deckelung der Margen im Kraftstoffhandel. Händler dürfen künftig maximal 2,50 Kronen pro Liter für Benzin und Diesel aufschlagen. Zusätzlich wird die Verbrauchssteuer auf Diesel um 2,35 Kronen je Liter gesenkt, während sie für Benzin unverändert bleibt. Die neuen Regelungen sollen ab Mittwoch, 8. April, gelten. Parallel dazu plant der Staat, täglich Höchstpreise für Kraftstoffe festzulegen, die sich aus internationalen Großhandelspreisen sowie nationalen Steueranteilen berechnen.Nach Berechnungen des staatlichen Unternehmens Čepro könnte der Dieselpreis unter diesen Bedingungen derzeit bei höchstens 46,43 Kronen pro Liter liegen. Zuletzt lag der Durchschnittspreis deutlich darüber. Seit Anfang März sind die Preise für Kraftstoffe stark gestiegen, was vor allem mit der angespannten Lage auf den internationalen Energiemärkten im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten begründet wird.