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Geburten in Tschechien auf historischem Tiefstand

Geburten in Tschechien auf historischem Tiefstand
Symbolbild Geburt / pixabay Framboise68
Von: News aus Tschechien
In Tschechien sind 2025 so wenige Kinder geboren worden wie noch nie seit Beginn der statistischen Erfassung. Die Geburtenzahl sinkt bereits das vierte Jahr in Folge.

Die Zahl der Geburten in Tschechien ist erneut deutlich zurückgegangen und hat 2025 einen historischen Tiefstand erreicht. Nach Angaben des Tschechischen Statistikamts wurden im vergangenen Jahr insgesamt nur noch 77.600 Kinder geboren – so wenige wie seit Beginn der Aufzeichnungen in Böhmen im Jahr 1785 nicht mehr.

Damit setzt sich ein klarer Trend fort: Bereits zum vierten Mal in Folge ist die Geburtenzahl gesunken. Im Vergleich zum Jahr 2024 mit 84.300 Geburten entspricht das einem Rückgang von rund acht Prozent. Besonders deutlich wird die Entwicklung im längerfristigen Vergleich: Seit 2021, als mit 111.800 Neugeborenen ein vergleichsweise hohes Niveau erreicht wurde, ist die Zahl um rund ein Drittel zurückgegangen.

Auch die sogenannte Fertilitätsrate – also die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau – ist weiter gesunken. Sie lag 2025 nur noch bei 1,28 Kindern pro Frau, nach 1,83 im Jahr zuvor. Damit entfernt sich Tschechien weiter von dem Niveau, das für eine stabile Bevölkerungsentwicklung notwendig wäre. Der Rückgang zeigt sich dabei in allen Regionen des Landes. Regionale Unterschiede bleiben dennoch bestehen. Besonders niedrige Werte wurden in der Hauptstadt Prag sowie in der Region Karlsbad registriert, wo die Fertilitätsrate unter 1,2 Kindern pro Frau liegt. Höhere Werte wurden hingegen in der Region Vysočina gemessen, wo Frauen im Schnitt etwas mehr als 1,4 Kinder bekommen.

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Parallel dazu steigt das Durchschnittsalter der Mütter leicht an. Frauen waren bei der Geburt eines Kindes im Jahr 2025 im Schnitt 30,6 Jahre alt, beim ersten Kind 29,2 Jahre. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass Familiengründungen weiterhin später erfolgen.Besonders stark ist der Geburtenrückgang bei jüngeren Frauen. In der Altersgruppe zwischen 20 und 24 Jahren sank die Zahl der Geburten um 38 Prozent, bei Frauen unter 19 Jahren um 24 Prozent. Insgesamt betrifft der Rückgang jedoch alle Altersgruppen.

Experten sehen in der Entwicklung eine Kombination aus gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Faktoren – darunter veränderte Lebensentwürfe, steigende Lebenshaltungskosten und eine größere Unsicherheit bei jungen Familien.

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