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Tschechische Polizei beschlagnahmt 86.000 CBD- und Kratom-Produkte

Tschechische Polizei beschlagnahmt 86.000 CBD- und Kratom-Produkte
Symbolbild CBD / pixabay CBD-Infos-com
Von: News aus Tschechien
Nach vier Wochen Kontrollaktion hat die tschechische Polizei fast 86.000 CBD- und Kratom-Produkte sichergestellt. Drei Geschäfte wurden geschlossen, 25 Onlineshops gesperrt. Die Regierung plant nun ein neues Suchtgesetz.

Die tschechische Polizei hat im Rahmen der vierwöchigen Kontrollaktion „Korund" fast 86.000 Produkte aus dem Bereich CBD-Hanf und Kratom sowie 155 Kilogramm Kratom sichergestellt. Das teilte Innenminister Lubomír Metnar auf einer Pressekonferenz mit. Bei mehr als 11.000 Produkten wurde die Rücknahme aus dem Verkauf oder die Vernichtung angeordnet. Drei Verkaufsstellen wurden geschlossen, 25 Onlineshops gesperrt. Zudem beschlagnahmte die Polizei Produkte aus 63 Verkaufsautomaten.

„Genau diese Automaten und der Internetverkauf stellen eines der größten Risiken dar. Gefährliche Produkte sind für Kinder und Jugendliche leicht zugänglich", sagte Metnar. Jakub Frydrych, Direktor des Nationalen Antidrogenzentrums, erklärte, die Aktion habe sich auf CBD-Produkte konzentriert, die häufig mit halbsynthetischen oder vollsynthetischen Cannabinoiden angereichert sind, sowie auf illegal verkauftes Kratom. In 87 Fällen wurden Strafverfahren eingeleitet, in weiteren 112 Fällen laufen Prüfungen wegen möglicher Straftaten.

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Kratom ist in Tschechien derzeit in lizenzierten Fachgeschäften reguliert für Erwachsene erhältlich – rund 170 Betriebe besitzen eine entsprechende Lizenz. Die Regierung plant nun eine Verschärfung: Das Mindestalter für den Kauf soll von 18 auf 21 Jahre angehoben werden. Zudem sollen eine Verbrauchssteuer auf Kratom sowie eine höhere Mehrwertsteuer eingeführt werden, wie Finanzministerin Alena Schillerová ankündigte.

Innenminister Metnar erklärte, die Regierung könnte bis Ende Juli einen Gesetzentwurf vorlegen, der den staatlichen Handlungsspielraum bei der Marktüberwachung stärkt. Premierminister Andrej Babiš kündigte zudem ein neues Suchtgesetz an. Der nationale Drogenkoordinator Pavel Bém schlägt ergänzend die Gründung einer nationalen Agentur für Suchtfragen sowie einen Präventionsfonds vor, gespeist aus Einnahmen aus Tabak- und Alkoholsteuern. Experten kritisieren jedoch die geplante Verlagerung der Drogenagenda von der Regierungskanzlei auf mehrere Ministerien und fordern stattdessen eine übergeordnete Koordinationsstelle.

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