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Tschechische Bahnen erreichen stärkstes Halbjahr seit 2019

Tschechische Bahnen erreichen stärkstes Halbjahr seit 2019
Die Tschechische Bahnen (České dráhy) verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 so viele Fahrgäste wie seit 2019 nicht mehr.
Von: News aus Tschechien
Die České dráhy hat im ersten Halbjahr 2026 so viele Fahrgäste gezählt wie seit 2019 nicht mehr. Besonders der Regional- und Vorortverkehr sorgte für das Wachstum, während internationale Verbindungen kaum zulegten.

Die tschechische Bahn České dráhy hat im ersten Halbjahr 2026 einen neuen Höchststand bei den Fahrgastzahlen seit der Corona-Pandemie erreicht. Das teilte das Unternehmen mit. Insgesamt nutzten in den ersten sechs Monaten 85,5 Millionen Menschen die Züge der Staatsbahn – rund 5,5 Millionen mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Damit stieg die Zahl der Reisenden innerhalb eines Jahres um knapp sieben Prozent. Besonders stark entwickelte sich der innerstaatliche Verkehr. Zuwächse verzeichnete České dráhy vor allem im Regional- und Vorortverkehr sowie auf einzelnen Fernverkehrsstrecken, auf denen die Bahn zunehmend eine Alternative zum Auto darstellt.

„Der deutliche Anstieg der Fahrgastzahlen zeigt, dass unsere Entscheidung, in moderne Züge zu investieren, richtig war“, sagte Michal Krapinec, Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor von České dráhy. Wo neue Fahrzeuge eingesetzt würden, steige auch die Nachfrage. Das Unternehmen sieht darin Potenzial, das frühere Niveau vor der Pandemie wieder zu erreichen und langfristig weiter zu wachsen.

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Die Verkehrsleistung erhöhte sich im ersten Halbjahr ebenfalls, allerdings langsamer als die Zahl der Fahrgäste. Sie lag bei rund 3,97 Milliarden Personenkilometern und damit 4,6 Prozent über dem Vorjahreswert.

Eine wichtige Rolle spielt nach Angaben der Bahn der Regionalverkehr in den Ballungsräumen. Dort bildet die Eisenbahn eine zentrale Säule des öffentlichen Nahverkehrs und verbindet Städte und Gemeinden miteinander. Als Gründe für die steigende Nachfrage nennt České dráhy unter anderem die Modernisierung der Fahrzeugflotte. Ältere Züge wurden in den vergangenen Jahren zunehmend durch barrierefreie und klimatisierte Fahrzeuge ersetzt.

Der internationale Verkehr entwickelte sich dagegen kaum. Knapp drei Millionen Fahrgäste nutzten grenzüberschreitende Verbindungen von České dráhy, was etwa dem Vorjahresniveau entspricht. Als Ursache nennt das Unternehmen vor allem langfristige Bauarbeiten und Streckensperrungen, die zu längeren Fahrzeiten oder Ersatzverkehren führen.

Betroffen sind unter anderem Verbindungen zwischen Vsetín und dem slowakischen Púchov sowie Abschnitte auf dem Eisenbahnkorridor nach Deutschland. Auf der Strecke zwischen Děčín und Bad Schandau kommt es zudem regelmäßig zu Einschränkungen.

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