Die Arbeitslosenquote in Tschechien ist im Juli auf 5 Prozent gestiegen. Das teilte das tschechische Arbeitsamt mit. Insgesamt wurden 35.386 Menschen aus der Arbeitslosenstatistik gestrichen – weniger als im Juni, aber mehr als im gleichen Vorjahresmonat. 23.975 von ihnen nahmen eine neue Beschäftigung auf.
Das Arbeitsamt verweist auf einen saisonalen Effekt: Frauen, die Kinder bis zehn Jahren betreuen, verschieben ihren beruflichen Wiedereinstieg häufig auf den Zeitraum nach Ende der Sommerferien, wenn Schulen und Bildungseinrichtungen wieder öffnen. Der Frauenanteil unter den Ende Juli registrierten Arbeitsuchenden lag bei 54,5 Prozent. Schulabsolventen und Jugendliche machten 4,5 Prozent aus, Menschen mit Behinderung 12,5 Prozent.
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede: Die höchste Arbeitslosenquote verzeichnete die Region Ústí nad Labem mit 7,3 Prozent, gefolgt von Mährisch-Schlesien mit 7,0 Prozent. Die niedrigsten Werte meldeten Prag mit 3,9 Prozent und die Region Pardubice mit 4,0 Prozent.