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Tschechische Durchschnittslöhne überschreiten 2.000-Euro-Marke

Prag 04. junio 2026 1 minuto
Tschechische Durchschnittslöhne überschreiten 2.000-Euro-Marke
Symbolbild Löhne / pixabay vjkombajn
Der durchschnittliche Monatslohn im tschechischen Privatsektor liegt in diesem Jahr bei 2.024 Euro – ein Plus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit überholt Tschechien die Slowakei und nähert sich Polen an.

Der durchschnittliche Monatslohn im tschechischen Privatsektor hat die 2.000-Euro-Marke überschritten. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Beratungsunternehmens Forvis Mazars hervor. Demnach verdienen Beschäftigte in Tschechien in diesem Jahr im Schnitt 2.024 Euro pro Monat – umgerechnet rund 48.967 Kronen. Das entspricht einem Anstieg von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr und macht Tschechien zu einem der am schnellsten wachsenden Lohnmärkte in der Region.

Im Vergleich der Visegrád-Staaten liegt Tschechien damit auf Platz zwei: Polen führt mit durchschnittlich 2.156 Euro, einem Plus von acht Prozent. Ungarn verzeichnet mit neun Prozent ein ähnliches Wachstum wie Tschechien und erreicht 1.948 Euro. Die Slowakei hinkt deutlich hinterher: Dort stiegen die Löhne nur um drei Prozent auf 1.569 Euro.

Trotz des Aufholens bleiben die Löhne in Tschechien weit unter dem Niveau der westlichen Nachbarländer. In Österreich liegt das durchschnittliche Monatsgehalt bei 5.497 Euro, in Deutschland bei 4.784 Euro. Besonders auffällig ist der Vergleich beim Mindestlohn: Sowohl in Österreich als auch in Deutschland liegt er bei rund 2.400 Euro monatlich – und übersteigt damit den aktuellen tschechischen Durchschnittslohn.

Die Daten stammen aus dem Jahresbericht von Forvis Mazars, der Steuersysteme und Arbeitsmarktindikatoren in 22 Ländern Mittel- und Osteuropas vergleicht. Als Ursachen für den Lohnauftrieb nennt der Bericht den Wettbewerb um Arbeitskräfte sowie anhaltende Inflationseffekte bei Gehaltsverhandlungen.