Der durchschnittliche Monatslohn im tschechischen Privatsektor hat die 2.000-Euro-Marke überschritten. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Beratungsunternehmens Forvis Mazars hervor. Demnach verdienen Beschäftigte in Tschechien in diesem Jahr im Schnitt 2.024 Euro pro Monat – umgerechnet rund 48.967 Kronen. Das entspricht einem Anstieg von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr und macht Tschechien zu einem der am schnellsten wachsenden Lohnmärkte in der Region.
Im Vergleich der Visegrád-Staaten liegt Tschechien damit auf Platz zwei: Polen führt mit durchschnittlich 2.156 Euro, einem Plus von acht Prozent. Ungarn verzeichnet mit neun Prozent ein ähnliches Wachstum wie Tschechien und erreicht 1.948 Euro. Die Slowakei hinkt deutlich hinterher: Dort stiegen die Löhne nur um drei Prozent auf 1.569 Euro.
Trotz des Aufholens bleiben die Löhne in Tschechien weit unter dem Niveau der westlichen Nachbarländer. In Österreich liegt das durchschnittliche Monatsgehalt bei 5.497 Euro, in Deutschland bei 4.784 Euro. Besonders auffällig ist der Vergleich beim Mindestlohn: Sowohl in Österreich als auch in Deutschland liegt er bei rund 2.400 Euro monatlich – und übersteigt damit den aktuellen tschechischen Durchschnittslohn.