Tschechien hat sich im EU-Wohlstandsindex 2025 auf Platz 14 von 27 Mitgliedstaaten verbessert. Das geht aus dem aktuellen Ranking hervor. Es ist das bislang beste Ergebnis des Landes seit der Erstveröffentlichung des Index im Jahr 2022. An der Spitze stehen Schweden, Dänemark und Finnland, Schlusslicht ist Griechenland, gefolgt von Bulgarien und der Slowakei.
Den stärksten Beitrag zur Verbesserung leistete der Teilindikator „Wirtschaftslage", der um fünf Plätze stieg und nun Rang neun belegt – womit Tschechien zu den zehn wirtschaftlich stabilsten EU-Ländern zählt. Als Ursachen nennt der Bericht nachlassenden Inflationsdruck und eine günstigere Einkommensverteilung: Der Anteil des Bruttonationaleinkommens am BIP stieg von 95 auf 99 Prozent, was darauf hindeutet, dass ein größerer Teil der wirtschaftlichen Wertschöpfung im Land verbleibt.
Trotz dieser Fortschritte verweist der Index auf strukturelle Schwächen. Im Bereich Wohnen belegt Tschechien lediglich Platz 23 in der EU. Eine durchschnittliche Wohnung kostet 13,6 Jahresgehälter, rund zehn Prozent der Haushalte geben mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für Wohnkosten aus.