Die Prager Straßenverwaltung TSK hat mit umfangreichen Pflegearbeiten an der Karlsbrücke begonnen. Ziel der Maßnahmen ist es, die historischen Sandsteinelemente des Bauwerks vor Schäden durch Feuchtigkeit sowie biologischen Bewuchs zu schützen.
Wie die TSK mitteilte, werden in den kommenden Wochen Algen, Moose und unerwünschte Pflanzen entfernt. Die Arbeiten sollen den Fußgängerverkehr und den Tourismus auf der Karlsbrücke nicht beeinträchtigen.
Für die Reinigung kommen spezielle Kletterausrüstungen sowie ein Arbeitsboot zum Einsatz. Dadurch können Restauratoren auch schwer zugängliche Bereiche erreichen, ohne die Brücke sperren zu müssen. Nach Angaben der Fachleute ist die Entfernung von Pflanzenbewuchs ein wichtiger Bestandteil der Denkmalpflege. Algen, Moose und andere Mikroorganismen speichern Feuchtigkeit und können dadurch die Verwitterung des Sandsteins beschleunigen.
Die Reinigung erfolgt überwiegend von Hand mit traditionellen Restaurierungsmethoden. Dabei werden kontrollierter Wasserdruck, Silikonbürsten und spezielle Werkzeuge eingesetzt. Im Anschluss überprüfen die Fachkräfte die Fugen zwischen den einzelnen Steinblöcken. Beschädigte Bereiche werden bis zu drei Zentimeter tief gereinigt und anschließend mit traditionellem Kalkmörtel verfüllt, der den historischen Baumaterialien entspricht.