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Airbnb-Boom in Prag erreicht neue Dimensionen

Airbnb-Boom in Prag erreicht neue Dimensionen
Symbolbild Airbnb / pixabay InstagramFOTOGRAFIN
Von: News aus Tschechien
Die Zahl der für Touristen vermieteten Wohnungen in Prag ist laut Branchenangaben auf rund 18.000 gestiegen. Damit nähert sich die Zahl der Kurzzeitunterkünfte dem Umfang von drei Jahren Wohnungsneubau in der tschechischen Hauptstadt.

In Prag werden inzwischen schätzungsweise 18.000 Wohnungen für kurzfristige Touristenvermietungen genutzt. Das teilte die Assoziation der Hotels und Restaurants der Tschechischen Republik (AHR) mit. Die Entwicklung sorgt erneut für Diskussionen über die Auswirkungen von Plattformen wie Airbnb auf den Wohnungsmarkt der tschechischen Hauptstadt.

Zum Vergleich: Nach Angaben des Tschechischen Statistikamtes wurde im vergangenen Jahr mit dem Bau von 7.380 neuen Wohnungen in Prag begonnen. In den vergangenen drei Jahren waren es insgesamt weniger als 21.300 Wohneinheiten. Die Zahl der Ferienwohnungen entspricht damit nahezu dem Wohnungsneubau von drei Jahren.

Nach Angaben der Branche verfügen die klassischen Hotels in Prag über rund 35.000 Zimmer. Kurzzeitvermietungen machen damit inzwischen etwa ein Drittel der gesamten Beherbergungskapazitäten der Stadt aus.

Vertreter der Tourismuswirtschaft betonen jedoch, dass Ferienwohnungen häufig andere Zielgruppen ansprechen als traditionelle Hotels. Neben Airbnb werden entsprechende Unterkünfte auch über Plattformen wie Booking.com angeboten.

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Die Entwicklung ist kein rein Prager Phänomen. Laut Eurostat wurden im Jahr 2025 europaweit mehr als 951 Millionen Übernachtungen in Kurzzeitunterkünften registriert, die über Online-Plattformen gebucht wurden.

Um mehr Transparenz in den Markt zu bringen, hat die Europäische Union neue Regelungen beschlossen. Künftig sollen Vermieter eine offizielle Registrierungsnummer erhalten müssen. Online-Plattformen werden verpflichtet, diese Angaben vor der Veröffentlichung von Inseraten zu überprüfen.

Die Europäische Kommission erhofft sich davon eine bessere Datengrundlage, mehr Sicherheit für Reisende und wirksamere Möglichkeiten für Städte, die Auswirkungen des boomenden Kurzzeitvermietungsmarktes zu steuern. Wie die Vorschriften konkret umgesetzt werden, liegt jedoch bei den einzelnen Mitgliedstaaten.

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