In Prag werden inzwischen schätzungsweise 18.000 Wohnungen für kurzfristige Touristenvermietungen genutzt. Das teilte die Assoziation der Hotels und Restaurants der Tschechischen Republik (AHR) mit. Die Entwicklung sorgt erneut für Diskussionen über die Auswirkungen von Plattformen wie Airbnb auf den Wohnungsmarkt der tschechischen Hauptstadt.
Zum Vergleich: Nach Angaben des Tschechischen Statistikamtes wurde im vergangenen Jahr mit dem Bau von 7.380 neuen Wohnungen in Prag begonnen. In den vergangenen drei Jahren waren es insgesamt weniger als 21.300 Wohneinheiten. Die Zahl der Ferienwohnungen entspricht damit nahezu dem Wohnungsneubau von drei Jahren.
Nach Angaben der Branche verfügen die klassischen Hotels in Prag über rund 35.000 Zimmer. Kurzzeitvermietungen machen damit inzwischen etwa ein Drittel der gesamten Beherbergungskapazitäten der Stadt aus.
Vertreter der Tourismuswirtschaft betonen jedoch, dass Ferienwohnungen häufig andere Zielgruppen ansprechen als traditionelle Hotels. Neben Airbnb werden entsprechende Unterkünfte auch über Plattformen wie Booking.com angeboten.