In fast der Hälfte Tschechiens hat die Bodendürre die höchste Warnstufe erreicht. Das geht aus aktuellen Daten des Portals InterSucho hervor, das vom Institut für Erforschung des globalen Wandels der Tschechischen Akademie der Wissenschaften (CzechGlobe) betrieben wird. Betroffen ist vor allem Mähren. Auf 40 Prozent des Staatsgebiets beträgt der Bodenwasservorrat bis zu einem Meter Tiefe maximal 15 Millimeter. Auf einem Viertel des Landes liegt die relative Bodensättigung unter zehn Prozent – das entspricht dem sogenannten Welkepunkt, ab dem Pflanzen keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen können.
Zwar haben die tropischen Temperaturen in den vergangenen zehn Tagen nachgelassen, Regen fiel jedoch nur in Teilen des Landes. Hauptsächlich der Nordosten und Osten Mährens sowie das Riesengebirge erhielten nennenswerte Niederschläge. In mehr als der Hälfte Tschechiens seien im gesamten vergangenen Wochenzeitraum weniger als fünf Millimeter gefallen, teilten die InterSucho-Experten mit. Besonders niedrige Bodensättigung verzeichnen Südmähren, die Hana bis in das Vorgebirge des Altvaters, der Raum Pilsen, Teile Südböhmens sowie das Erzgebirgsvorland und das Elbtal zwischen Königgrätz und Kolin.