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Extreme Bodendürre in fast der Hälfte Tschechiens

Extreme Bodendürre in fast der Hälfte Tschechiens
Symbolbild Dürre / pixabay GregMontani
Von: News aus Tschechien
In fast der Hälfte Tschechiens herrscht extreme Bodendürre – die höchste Warnstufe. Besonders betroffen ist Mähren. Auf einem Viertel des Staatsgebiets haben Pflanzen faktisch keinen Zugang mehr zu Bodenfeuchtigkeit.

In fast der Hälfte Tschechiens hat die Bodendürre die höchste Warnstufe erreicht. Das geht aus aktuellen Daten des Portals InterSucho hervor, das vom Institut für Erforschung des globalen Wandels der Tschechischen Akademie der Wissenschaften (CzechGlobe) betrieben wird. Betroffen ist vor allem Mähren. Auf 40 Prozent des Staatsgebiets beträgt der Bodenwasservorrat bis zu einem Meter Tiefe maximal 15 Millimeter. Auf einem Viertel des Landes liegt die relative Bodensättigung unter zehn Prozent – das entspricht dem sogenannten Welkepunkt, ab dem Pflanzen keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen können.

Zwar haben die tropischen Temperaturen in den vergangenen zehn Tagen nachgelassen, Regen fiel jedoch nur in Teilen des Landes. Hauptsächlich der Nordosten und Osten Mährens sowie das Riesengebirge erhielten nennenswerte Niederschläge. In mehr als der Hälfte Tschechiens seien im gesamten vergangenen Wochenzeitraum weniger als fünf Millimeter gefallen, teilten die InterSucho-Experten mit. Besonders niedrige Bodensättigung verzeichnen Südmähren, die Hana bis in das Vorgebirge des Altvaters, der Raum Pilsen, Teile Südböhmens sowie das Erzgebirgsvorland und das Elbtal zwischen Königgrätz und Kolin.

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Die Dürre hat unmittelbare Auswirkungen auf Landwirtschaft und Wald. Feldfrüchte und Obst trocknen aus oder liefern weit unterdurchschnittliche Erträge. Wälder produzieren kaum Holzmasse, Bäume wachsen kaum oder sterben ab – besonders Stadtbäume leiden. Auch in den Flüssen ist das Wasser knapp: An Dutzenden Messpegeln liegen die Abflüsse unter der Dürreschwelle, viele Bäche sind vollständig ausgetrocknet.

Eine gewisse Entspannung sei laut InterSucho am Dienstag und Mittwoch durch kräftige Gewitter möglich, weitere könnten am Freitag in Böhmen folgen. Die Prognose sei jedoch unsicher. Die Dürresituation ist kein rein tschechisches Phänomen: Auch Frankreich, England, Süddeutschland, Österreich, Norditalien, die Slowakei und Ungarn leiden unter extremem Wassermangel, was in südlicheren Regionen bereits zu einer Reihe von Naturwildbränden geführt hat.

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