Weniger Bier aus Pilsen: Plzeňský Prazdroj mit Exportrückgang
Plzeňský Prazdroj hat im vergangenen Jahr 1,82 Millionen Hektoliter Bier ins Ausland exportiert – ein Rückgang von 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das teilte das Unternehmen mit. Als Ursachen nennt Generaldirektor Michal Mrowiec die weltweite Abkühlung beim Bierkonsum sowie Wettereinflüsse. „In den wichtigsten Exportmärkten beobachten wir eine ähnliche Stimmung wie in Tschechien. Sowohl wirtschaftliche Faktoren als auch veränderte Konsumtrends beeinflussen den Absatz", sagte Mrowiec.
Besonders stark betroffen waren die wichtigsten Exportdestinationen: Die Slowakei – größter Exportmarkt des Unternehmens – verzeichnete ein Minus von knapp sechs Prozent, Polen von vier Prozent und Südkorea sogar von 15 Prozent. Trotz des allgemeinen Rückgangs bleibt Prazdroj der größte Exporteur tschechischen Biers und liefert in rund 50 Länder weltweit – darunter die Philippinen, Singapur, Island und die Mongolei. Ein Lichtblick war Japan: Dank eines Erfolgs beim dortigen Weltausstellungsauftritt stieg der Export in das Land um 38 Prozent.
Auch im Inland sank der Absatz – um zwei Prozent gegenüber 2024. Die Gesamterlöse des Unternehmens gingen um rund drei Prozent auf 22,4 Milliarden Kronen zurück, der Nachsteuergewinn sank um ein Prozent auf 5,85 Milliarden Kronen. An direkten und indirekten Steuern zahlte Prazdroj hingegen mit 6,63 Milliarden Kronen den höchsten Betrag der Unternehmensgeschichte und zählt damit zu den zehn größten Einkommensteuerザhlern Tschechiens.
Im Jahr 2025 investierte Prazdroj 1,66 Milliarden Kronen in Innovationen, nachhaltige Technologien und Brauereiverbesserungen – darunter ein neues vollautomatisiertes Lager in Pilsen. Mehr als 420 Millionen Kronen flossen in die Unterstützung von Gaststätten und Restaurants durch Zapfanlagen, Biertanks und Beratungsleistungen. Der meistgefragte Exportartikel war erneut der Pilsner Urquell.