Deutsch-tschechischer Journalistenpreis in Frankfurt verliehen
Frankfurt am Main. Der Deutsch-tschechische Journalistenpreis 2026 ist am Freitagabend, dem 6. November, in Frankfurt am Main verliehen worden. Der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds würdigte damit journalistische Arbeiten, die das Verständnis zwischen beiden Nachbarländern fördern. Die Preisverleihung fand in der Volksbühne im Großen Hirschgraben statt.
Zu den Preisträgern gehört der tschechische Journalist Vladimír Ševela von der Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny. Er wurde in der Kategorie Text für seine Reportage über den Sudetendeutschen Tag in Brünn ausgezeichnet. Darin beschäftigt er sich mit Menschen, die zu dem erstmals in Tschechien veranstalteten Treffen reisten, und mit den gesellschaftlichen Auseinandersetzungen rund um die Veranstaltung.
Ebenfalls ausgezeichnet wurde Olga Hochweis von Deutschlandfunk Kultur. Ihr Hörfunkporträt stellt die Prager Comic-Autorin und Illustratorin Štěpánka Jislová vor, die in ihren Arbeiten persönliche Erfahrungen verarbeitet.
In der deutschsprachigen Textkategorie erhielt ein Team von Oberpfalz-Medien den Preis für eine Reportage darüber, wie Menschen im tschechischen Grenzgebiet ihre deutschen Nachbarn wahrnehmen.
Insgesamt waren 109 journalistische Beiträge für den Wettbewerb eingereicht worden. Ausgezeichnet wurden deutsch- und tschechischsprachige Arbeiten in den Kategorien Text, Audio und Multimedia sowie mit dem Sonderpreis „Milena Jesenská“.
Der Deutsch-tschechische Journalistenpreis wird seit 2016 vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds gemeinsam mit den Journalistenverbänden beider Länder vergeben. Die regulären Auszeichnungen sind mit jeweils 2.500 Euro dotiert.