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DDR-Schnellzug "Delfin" kehrt mit kleinen Pannen aus Tschechien zurück

DDR-Schnellzug "Delfin" kehrt mit kleinen Pannen aus Tschechien zurück
Der historische Schnelltriebwagen VT 18.16 steht während seiner Tschechien-Fahrt im Prager Hauptbahnhof. Foto: SVT Görlitz gGmbH
Der restaurierte DDR-Schnellzug VT 18.16 ist nach seiner ersten Auslandsfahrt seit mehr als 23 Jahren wieder in Radebeul angekommen. Betreiber Mario Lieb erklärt die technischen Probleme während der mehrtägigen Tour durch Tschechien.

Der restaurierte DDR-Schnellzug VT 18.16 hat seine erste Auslandsfahrt seit mehr als 23 Jahren mit technischen Problemen beendet. Der Geschäftsführer der SVT Görlitz gGmbH, Mario Lieb, wies zugleich Spekulationen über einen Getriebeschaden zurück.

In Bahn-Foren und sozialen Medien war während der Reise über einen möglichen Getriebeschaden spekuliert worden. Nach Angaben von Lieb gab es jedoch Probleme mit den Batterien. Ursache waren demnach wiederholte Unterbrechungen der Stromversorgung an der Abstellanlage. Dadurch sei der Ladespannungsregler in der Reset-Position geblieben.

Während der Reparaturarbeiten kam laut Lieb außerdem eine Ölleitung zu Schaden. Ein passendes Ersatzteil war vor Ort nicht verfügbar. Um die sichere Rückfahrt des Zuges und der Fahrgäste zu gewährleisten, musste deshalb eine ursprünglich geplante Fahrt in Richtung österreichische Grenze abgesagt werden.

Trotz der technischen Probleme fiel die Resonanz auf den historischen Zug nach Angaben des Betreibers groß aus. Mehr als 6000 Menschen hätten den ausgestellten VT 18.16 besichtigt. Vor den Einstiegstüren bildeten sich demnach lange Schlangen. Auch an weiteren Bahnhöfen stieß der Zug auf großes Interesse.

Aufgrund von Bauarbeiten führte die Hinfahrt von Radebeul über Chemnitz, Hof und Karlovy Vary (Karlsbad) nach Prag. Während die Reiseteilnehmer die tschechische Hauptstadt besuchten, fuhr der Triebzug weiter zum Dampflokomotivfestival nach Benešov rund 50 Kilometer südöstlich von Prag.

Dort konnten Besucher die historischen Wagen besichtigen. Vertreter des Vereins informierten außerdem an einem Stand über den VT 18.16 und seine Geschichte.

Für die Rückfahrt wurde kurzfristig eine Route durch das Elbtal genutzt. Nach Angaben von Lieb war eine entsprechende Trasse frei geworden. Wegen der beschädigten Ölleitung fuhr der Zug dabei mit nur einem Motor. Dies sei aus sicherheitstechnischer Sicht zulässig gewesen. Beide Führerstände hätten weiterhin bedient werden können.

Am Sonntag erreichte der VT 18.16 ohne weitere Probleme seine Parkposition in Radebeul. Dort sollen noch kleinere Reparaturarbeiten durchgeführt werden. Für den historischen Schnelltriebwagen steht bereits die nächste Reise an. Nach Angaben von Mario Lieb soll der VT 18.16 in rund zwei Wochen nach Köln fahren.